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2. Verleihung des „Schnuckenack Reinhardt Kultur- und Ehrenpreis...

2. Verleihung des „Schnuckenack Reinhardt Kultur- und Ehrenpreis der Sinti und Roma“

Seit mehr als 600 Jahren sind Sinti und Roma in Deutschland beheimatet: Am 20. September 1407 wurden sie in der Bischofsstadt Hildesheim zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Seit 2014 werden daher...

22 Eylül 2015 - 18:16 - Güncelleme: 22 Eylül 2015 - 18:20

Seit mehr als 600 Jahren sind Sinti und Roma in Deutschland beheimatet: Am 20. September 1407 wurden sie in der Bischofsstadt Hildesheim zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Seit 2014 werden daher an diesem besonderen Jahrestag Personen mit dem Schnuckenack Reinhardt Preis ausgezeichnet, die sich in den Bereichen Bildung, Bürgerrechte und Kultur für die Minderheit engagieren.

„Vielfalt verbindet“, betonte Reinhold Gall, Innenminister von Baden-Württemberg, bei der feierlichen Preisverleihung im Kulturhaus RomnoKher. „Der heutige Abend steht im Zeichen der Kultur und zeigt uns, was diese leisten kann. Denn Kultur schreibt nicht zu, sie fragt nicht nach der Herkunft, sondern Kultur verbindet durch ihre universelle Sprache. Mit dem Schnuckenack Reinhardt Preis wurde erstmals das Engagement der Sinti und Roma in Baden-Württembergs Kulturlandschaft sichtbar, das wir auch heute Abend wieder auszeichnen.“

Die diesjährigen Preisträger setzen sich auf ihre persönliche Weise seit Jahrzehnten in besonderem Umfang für die Gleichberechtigung der Sinti und Roma ein. Für sein herausragendes Engagement zur Verbesserung der bürgerrechtlichen Teilhabe von Sinti und Roma erhielt Dr. Manfred Lautenschläger den Kultur- und Ehrenpreis. Lita Cabellut wurde für ihr kulturelles Schaffen in Auseinandersetzung mit ihrer Identität als Romni ausgezeichnet. Außerdem erhielt Christian Petry für seine jahrzehntelange Unterstützung für eine gleichberechtigte Bildungsteilhabe von Sinti und Roma den Schnuckenack Reinhardt Preis.

„Herr Petry ist heute hier, weil ihm das Verdienst zukommt, die Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen aus Sinti- und Roma-Familien überhaupt erst sichtbar gemacht zu haben – und ihr gleichzeitig durch verschiedene Projekte entgegenzutreten“, ehrte Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb in ihrer Laudatio das Engagement des Preisträgers. „Mit seinem Engagement trägt Christian Petry so in hohem Maße dazu bei, die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche der Sinti und Roma zu verbessern, sei es, durch den Aufbau eines zielgruppengerechten Unterstützungssystems, sei es durch Impulssetzung in die Öffentlichkeit. Über gute Bildungsmöglichkeiten sucht er diesen Kindern nicht nur den Schlüssel zu einer erfolgreichen Bildungsbiografie, sondern auch für eine gelungene Integration in die Gesellschaft in die Hand zu geben.“

Als erstes Bundesland hatte Baden-Württemberg 2013 einen Staatsvertrag mit den deutschen Sinti und Roma geschlossen, durch den sie als nationale Minderheit anerkannt und gefördert werden und der ihnen durch den geschaffenen „Rat für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma“ die politische und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.

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