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125 Jahre Engelhorn: Mannheim gratuliert dem Familienunternehmen zum...

125 Jahre Engelhorn: Mannheim gratuliert dem Familienunternehmen zum Jubiläum

Wenn meine Eltern früher sagten, heute gehen wir zu Engelhorn, dann war das immer etwas Besonderes“, leitete Erster Bürgermeister Christian Specht gestern sein Gruß...

18 Eylül 2015 - 18:51

Wenn meine Eltern früher sagten, heute gehen wir zu Engelhorn, dann war das immer etwas Besonderes“, leitete Erster Bürgermeister Christian Specht gestern sein Grußwort zum 125-jährigen Firmenjubiläum des Mannheimer Familienunternehmens ein. Eine persönliche Erinnerung, die er sicher mit vielen teile, so Specht, schließlich seien Mannheim und Engelhorn eine lange Strecke miteinander gegangen, wozu der Erste Bürgermeister im Namen der Stadt herzlich gratulierte. 

Zum Jubiläumsauftakt hatte Engelhorn viele Kunden und Wegbegleiter zu einer Abendveranstaltung ins Modehaus eingeladen, um sich bei ihnen für die langjährige Treue zu bedanken. Ihnen las Specht den Originaltext der Anzeige aus dem „General Anzeiger – Mannheimer Journal“ von 1890 vor, mit der Georg Engelhorn und der Schneidermeister Adam Sturm die Eröffnung ihres Konfektionsgeschäftes für Knaben- und Herrenbekleidung anzeigten. Darin war die Rede unter anderem von hoher Qualität, Beratung, Service und hochwertiger Mode zum erschwinglichen Preis. „Eine zeitlose Anzeige“, resümierte der Erste Bürgermeister, zeige sie doch den Geist, von dem das Unternehmen nach wie vor geprägt sei. „Die Familie bekannte und bekennt sich stets zu ihren Wurzeln“, betonte er. Sie sei – wie man in der Kurpfalz zu sagen pflege – bei allem Erfolg stets „in den Hosen geblieben“. Zugleich habe jede der vier Generationen ein „Start up-Unternehmen“ geführt. Denn die Firmengeschichte sei geprägt von Mut zur Innovation, erinnerte der Erste Bürgermeister beispielsweise an die Gründung des mittlerweile drittgrößten Sporthauses in Deutschland im Jahr 1981 oder den Ausbau des Online-Handels unter der jetzigen vierten Generation. Engelhorn biete seinen Kunden das, was man Einkaufserlebnis nenne, sei ein Treffpunkt für Kultur, wie die aktuelle Fotoausstellung zum Jubiläum dokumentiere, sei für seine 1500 Mitarbeiter ein verlässlicher Arbeitgeber und ein Aushängeschild Mannheims. „Wir als Stadt haben die Botschaft verstanden, dass wir unsere Hausaufgaben machen müssen, um Leuchttürme, wie Ihr Unternehmen einer ist, in der Stadt zu halten“, erklärte Specht unter dem Beifall der Festgäste. Als Geschenk überreichte er die gerahmte Anzeige der Geschäftsgründung an Fabian Engelhorn.

„Sie wird einen Ehrenplatz erhalten“, bedankte sich der geschäftsführende Gesellschafter, der gemeinsam mit seinen Cousins Simon Engelhorn und Andreas Hilgenstock für die vierte Generation steht. „In Dankbarkeit und Demut“ seien sie ihren Vorfahren verbunden, die 1890 mutig am Rande der Stadt ein Geschäft für Konfektionskleidung gegründet hätten, obwohl dies alles anderem als dem Zeitgeist entsprochen habe. Denn Maßschneiderei war gefragt. Doch Georg Engelhorn und Adam Sturm gingen beherzt ihren Weg. Der erste Weltkrieg setzte die erste Zäsur. Kaum ging es wieder bergauf, kündigte sich der Zweite Weltkrieg an. In der letzten Bombennacht des Jahres 1945 brannte das Geschäft vollkommen aus. „Dank der Unterstützung der Mitarbeiter konnte schon wenige Monate später in Kellerräumen wieder verkauft und getauscht werden“, betonte Fabian Engelhorn ausdrücklich die stets hohe Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Unternehmen. Die Bereitschaft zum Wandel und der Mut, Neues zu wagen, sollten sich auch in den kommenden Jahrzehnten zeigen: Engelhorn wurde um- und ausgebaut. Man entschied sich gegen die Filialisierung zugunsten von Spezialisierung auf Fachgeschäfte, die sich in erster Linie in der Mannheimer Innenstadt befinden. Heute setzt man auf eine Mischform aus online und stationären Handel. „Und wir haben noch viele Ideen im Köcher“, ließ Fabian Engelhorn die Festgäste wissen.

Das 125-jährige Firmenjubiläum wird Engelhorn nun 125 Tage mit seinen Kunden feiern – unter anderem mit einem historischen Jahrmarkt auf den Kapuzinerplanken. Jubiläumshighlight ist eine Fotoausstellung, bei der sich die Künstler Sabine Kress, Gerhard Vormwald, Horst Hamann und Falk Kastell ohne Vorgabe kreativ mit dem Thema „Engelhorn“ auseinandersetzen konnten. Kress beispielsweise setzte Schaufensterpuppen in den nächtlichen, menschenleeren Engelhorn-Häusern in Szene und schuf magische Momente. Gerhard Vormwald interpretierte unter dem Titel „Zwischen Vertrautheit und Fremde“ die Engelhorn-Verpackungsmaterialien in Verbindung zu Mannheim neu: Tüten umfunktioniert zu Tutus für Nationaltheater, Tüten als Deko-Element und Kunstobjekt – Aufnahmen mit vielen witzigen und überraschenden Details. Falk Kastell stellte sein Werk unter dem Titel „Tradition und Innovation – eine Hommage an die Gegensätzlichkeit“ und ließ eine Synthese zwischen malerischem und fotografischem Ausdruck entstehen. Horst Hamann bringt in seiner Serie „Magische Momente zwischen Himmel und Erde“ den Engel an besondere Orte in Mannheim. Lässt ihn – mal im Smoking, mal in Jeans und Sweatshirt – über den Dächern der Stadt und auf Wahrzeichen schweben.

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